Die Taunus-Ermittler (Band 4) – Wo ist Verena? (März 2013)

Romanbeschreibung

Dieses mal müssen die Taunus-Ermittler in eigener Sache tätig werden, denn Verena verschwindet auf dem Heimweg von der Arbeit spurlos. Während Stefan völlig panisch reagiert und anfangs sogar glaubt, seine Verlobte könnte ihn verlassen haben, ist Peter schon bald klar, was wirklich hinter dem verschwinden seiner Nichte steckt.

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Leseprobe

Jan ahnte, was sein Kumpel vorhatte, und er wusste, dass er es höchstwahrscheinlich nicht verhindern konnte; das machte ihm zu schaffen. Auch wenn Marc jetzt schon seit Stunden unterwegs war und sich nicht einmal über das Handy, das er organisiert hatte, gemeldet hatte, war Jan klar, dass er sich nicht einfach abgesetzt würde, ohne seine Spuren zu verwischen.

Wie kann ich es erreichen, dass ich nicht vollends in Marcs kriminellen Sumpf versinke?, dachte er. Leider war ihm viel zu spät klar geworden, dass Menschlichkeit ein völliges Fremdwort für seinen Kumpanen war und nur so lange freundlich war, wie er etwas von einem wollte. Ja, im Knast, da hatte alles ganz anders ausgesehen. Marc hatte ihn gebraucht, um seine Flucht durchzuziehen, und so hatte er Jan sogar beschützt, als ein Mithäftling ihn unter der Dusche vergewaltigen wollte. Aber jetzt? Jetzt war Jan nicht mehr sicher, dass Marc ihn wirklich mitnehmen würde.

„Marc, du bist ein skrupelloses Schwein“, sagte er laut ins Zimmer hinein, „ich weiß nicht einmal mehr, ob ich überhaupt noch mit dir fliehen will.“

Dann versank er wieder in dumpfes Brüten und machte sich Vorwürfe, dass er sich überhaupt auf diese Schnapsidee mit der Entführung eingelassen hatte. Selbst wenn er es schaffte, dass diese Verena am Leben blieb und Marc nicht auch noch ihm ans Leder wollte, war die ganze Sache doch von vornherein zum Scheitern verurteilt, da das Geld knapp wurde. Das bedeutete, sie würden auf der Flucht früher oder später eine Tankstelle, einen Supermarkt oder gar eine Bank überfallen müssen, um flüssig zu bleiben. Von Marcs großspurigen Ideen, nach Übersee zu fliehen, hielt er schon gleich gar nichts. Alle Flughäfen und Bahnhöfe waren mit Sicherheit dicht; von den Häfen, die Marc so sehr favorisierte, ganz zu schweigen.

Wäre es nicht besser, mich allein durchzuschlagen?, dachte Jan und erwog, einen der von außen verriegelten Fensterläden aufzubrechen, Verena freizulassen und dann das Weite zu suchen.

Er nahm sich ein Bier aus dem Kühlschrank und überlegte, wie er das ohne geeignetes Werkzeug schaffen könnte. Da übermannte ihn einmal mehr die Erinnerung an früher, an die Zeit vor seiner Inhaftierung und an die Frau, die er so sehr geliebt hatte.

Wie lange waren wir verheiratet? Sechs Jahre? Und nun bist du noch länger tot. Ich – ich Riesenkamel bin allein schuld daran. Es war einfach zu viel für mich, dass ich dich mit meinem besten Freund im Bett erwischte. Ich weiß, ich hätte dich nicht schlagen dürfen. Warum musstest du diese blöde Treppe hinunterfallen? Dass ich Michael abgemurkst habe, damit könnte ich leben. Aber warum du? Nun ja, ich hab meine Quittung bekommen. Zwölf Jahre Butzbach – oder besser, die reine Hölle, bis Marc nach Butzbach verlegt wurde. Er hat das Leben dort für mich erträglich gemacht und mich so um den Finger gewickelt. Jetzt ist er allerdings mein Untergang. Wenn wir erwischt werden …

Jan war so sehr in seine Gedanken versunken, dass er zusammenschrak, als er das Knarren der massiven Eingangstür hörte.

Er sah hoch und sagte: „Du warst lange unterwegs. Was hast du gemacht?“

„Das wirst du gleich sehen“, antwortete Marc grinsend, „los, hol mir erst mal ein Bier.“

„Bin ich etwa dein Dienstmädchen?“

„Na, was sind denn das auf einmal für Töne? Du hast doch sonst getan, was man dir sagte!“

„Die Zeiten werden eben härter.“

Das dachte auch Verena, während sie die beiden Männer durch die verschlossene Tür lautstark streiten hörte. Dieses Mal waren sie so laut, dass sie tatsächlich einige Wortfetzen verstand.

Außer „Vögeln“ und „Schlussmachen“ verstand sie nichts von Marcs Rede, aber dass Jan immer wieder flehentlich rief: „Nein, tu wenigstens das nicht!“, trieb ihr den Angstschweiß auf die Stirn.

Dann sagte Marc unmittelbar an der Tür: „Du gönnst mir aber auch gar keinen Spaß. Wenn wir mehr Zeit hätten …“

Jetzt wird’s ernst, dachte Verena noch, dann ging alles blitzschnell. Marc kam mit einem erhobenen Baseballschläger in die Kammer gestürzt, um ihn auf Verenas Kopf niedersausen zu lassen…

Die Taunus-Ermittler (Band 3) – Endstation Linie 3 (Mai 2012)

Romanbeschreibung

Peter Stettner, Stefan Weimershaus und Verena Stettner – das Taunus-Ermittler-Team. Ihr neuer Fall führt sie unter anderem nach Darmstadt. Hier eilen sie einer alten Freundin von Peter zu Hilfe, die beschuldigt wird, ihren Mann, einen reichen Unternehmer, brutal ermordet zu haben. Alle Indizien sprechen gegen sie. So sehr sich die Detektive auch bemühen, entlastendes Material bleibt Mangelware. Ist Annika Fahrwaldt wirklich unschuldig?

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Leseprobe

Gerade einmal zweiundzwanzig Stunden, bevor die Detektive den Biergarten verlassen hatten, hatte auch Alfred Fahrwaldt sich in bester Laune von seinen Freunden verabschiedet und war zur Haltestelle gegangen. Seine gute Stimmung hatte man daran bemerkt, dass er ein Glas Bier mehr als üblich getrunken hatte.

Der Grund war, dass sein letztes großes Projekt, wie er seine Stiftung nannte, nun endlich konkrete Formen annahm. Er war so mit sich selbst beschäftigt, dass er die Person, die ihm seit Verlassen des Biergartens folgte, nicht bemerkte. Aber selbst wenn sie ihm in der hell erleuchteten Straßenbahn aufgefallen wäre, hätte er sich von dieser Person, die ihr gewöhnliches Aussehen gründlich verändert hatte, in keiner Weise bedroht gefühlt. Er war, wie er glaubte, mit sich und der Welt im Reinen.

Als er am Luisenplatz in die Linie 3 umstieg, erwog er sogar, seiner Frau am nächsten Tag einen Blumenstrauß zu kaufen, um sich bei ihr zu entschuldigen. Er wusste schließlich selbst, dass er mit seiner Sparsamkeit manchmal über das Ziel hinaus schoss.

Als Alfred an der Endstation die Straßenbahn verließ, wechselte er noch einige Worte mit dem Fahrer, der am Mittwochabend auf dieser Linie öfter seinen Dienst versah. So konnte die verkleidete Person aussteigen, ohne von beiden auch nur bemerkt zu werden, und im Schatten des Gebüschs auf Alfred warten. Da Alfred wie immer, seiner Gewohnheit folgend, den kürzesten Weg durch die Anlage wählte, war es nur eine Frage von Sekunden, den schweren Hammer aus der Tasche zu reißen und ihn auf Alfreds Hinterkopf…